Garmin Oregon 450 im Test

Garmin Oregon 450 Daten

Garmin Oregon 450 im Test*Weitere Bilder »

Hersteller Garmin
Model Oregon 450
Display 3″ Touchscreen
Maße 5,8×11,4×3,5 cm
Gewicht 192,7 g

Ausstattung des Garmin Oregon 450

  • 850 MB interner Speicher
  • 3 Zoll Farb-Touchscreen
  • Kartenslot für microSD
  • Barometrischer Höhenmesser

*Weitere Ausstattungsmerkmale »

Testbericht

Das Garmin Oregon begleitet mich bereits seit mehreren Jahren zuverlässig auf Touren mit dem Mountainbike, beim Geocachen, Joggen, im Auto und auf Städtetouren. Diese vielfältigen Einsatzmöglichkeiten waren auch der Grund, warum ich mich damals für ein Outdoor Navi entschieden habe und speziell für dieses.
Das Gerät als solches ist sehr robust und sogar wasserdicht. Regen, Staub, Schmutz und Erschütterungen haben ihm bislang nichts ausgemacht. Auch einige Stürze aus der Hand hat, es unbeschadet überstanden. Ich habe lediglich einen zusätzliche Schutzfolie auf das Display geklebt, damit dieses frei von Kratzern bleibt.

Das Display des Garmin Oregon 450 ist gut abzulesen und auch bei Sonne kann man die Anzeigen gut erkennen. Ich habe einige Rezensionen gelesen, die das Gegenteil behaupten, aber dem kann ich nicht zustimmen. Wenn die Sonne direkt auf das Display scheint ist es natürlich klar, dass man nicht allzuviel erkennen kann. Dann behelfe ich mir einfach dadurch, das ich die Hand als Sonnenschutz nehme oder den Blickwinkel zum Display kurz verändere – ich habe das nie als störend empfunden.
Der Touchscreen ist präzise und läßt sich sogar mit Handschuhen bedienen. Man darf hier allerdings kein Handling wie am Smartphone erwarten. Man muss schon einen gewissen Druck erzeugen, damit die Befehle angenommen werden.

Aufgrund des geringen internen Speichers sollte man noch eine 8 oder 16 GB microSD Karte dazukaufen. Ich habe eine 8er und bin mit 5-6 Karten und einigen Mountainbike Touren noch nie an die Grenzen gestoßen. Da Speicherkarten aber nicht mehr die Welt kosten, kann man sicherheitshalber auch ruhig zur 16 GB Karte für das Garmin Orgeon 450 greifen.

Ein wichtiger Grund für mich, dieses Fahrrad Navi zu kaufen, war die Möglichkeit einen Pulsgurt und einen Trittfrequenzsensor per Funk anschließen zu können. Da ich mit dem Navi auch meine sportlichen Fortschritte aufzeichnen möchte, war das eine Grundvoraussetzung. Zur Zeit fahre ich nur mit dem Pulssensor, aber könnte bei Bedarf den Trittfrequenzsensor hinzukaufen. Der Gurt zeigt mir jetzt auf jeder Tour die aktuelle Herzfrequenz in einem kleinen Feld oberhalb der Karte an und zeichnet sie, für die spätere Auswertung im GPS Track auf.

Bis zu diesem Punkt hätte ich auch z.b. einen Garmin Edge kaufen können, aber hier ist der Grund, warum ich mich für das Garmin Oregon 450 entschieden habe: Das Gerät läuft mit einfachen AA-Batterien, oder in meinem Fall mit 2 AA Eneloop Akkus. Davon habe ich immer 2-6 im Rucksack und kann so sicher sein, dass mir nie die Energie ausgeht – oder zumindest dem Garmin nicht :-) Wenn ich überlege, auf wie vielen Touren ich die Akkus gewechselt habe und wie viele Touren ich demnach nicht vollständig hätte aufzeichnen können. Oder wie nervig es wäre, ohne das Navi dann plötzlich zum Ziel finden zu müssen. Das war für mich auf jeden Fall eines der wichtigsten Pro Kriterien für das Garmin Oregon 450!

Es gibt natürlich viele Karten von Garmin für das Oregon, aber diese sind auch entsprechend teuer. Die Topo Deutschland 2012 Pro kostet z.B. 125 Euro. Diese Karten sind sicherlich ihr Geld wert, aber es gibt inzwischen auch sehr gute kostenlose Alternativen. So bietet z.B. die Open MTB Map kostenlose und sehr genaue Karten für ganz Europa, die auf dem Oregon 450 problemlos laufen. Diese Karten sind teilweise nicht ganz so genau wie die Topos von Garmin, bieten dafür aber oft sinnvolle Zusatzinformationen, wie z.B. die Fahrbarkeit für Mountainbiker bergauf und bergab! Das war uns für die Routenplanung am Gardasee eine große Hilfe.

Fazit

Das Garmin Oregon 450 ist einfach ein toller Allrounder und DAS Fahrrad Navi für den Tourenfahrer. Der Preis mag erst mal sehr hoch erscheinen, aber wenn man das Gerät wirklich oft nutzt, und die Einsatzbereiche sind sehr vielseitig, ist er sein Geld mehr als Wert. Von mir ein klarer Kauftipp und mein absoluter Testsieger!

Video

Preis

ab 249,99 €
*Zum Angebot »

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7 Gedanken zu “Garmin Oregon 450 im Test

  1. Mich würde an dieser Stelle ein Test des von mir genutzten Garmin Edge 800 interessieren.
    Die eingebaute Batterie hält geschätzte 15 Stunden. Es ist bei voller Aufladung durchaus möglich 2 komplette Transalpetappen, ohne nachzuladen, aufzuzeichnen.
    Im Gegensatz zum Autor nutze ich für die Karten nur jeweils 1GB SD Karten. Auf jeder meiner SD Karten sind die Karten für die entsprechenden Gegenden, in denen ich mich bewege, gespeichert. Also eine Karte für Zuhause, eine für die Alpen und Lago, eine für Malle etc.. Dies verkürzt die Ladezeiten der Karten beim Booten des Gerätes erheblich.

    Gruß Finke

    • Hallo Finke,

      weitere Tests werden hier in Kürze folgen. Also immer mal wieder reinschauen ;-)

      Dein Hinweis zu den Karten ist interessant. Meines Wissens nach, werden auch nur die Karten geladen, die aktiv geschaltet sind. Ich habe zwar alle Karten stehts auf der Speicherkarte im Garmin, aber natürlich immer nur die aktiv, die ich gerade brauche. Hast Du da andere Informationen?

      • Ich benutze Karten, die ich wie Du über Open Map runterlade. Im Program MapSource werden diese Karten dann installiert.
        Dann kann ich mir durch auswählen der einzelnen Kacheln, die ich benötige, meine Karte zusammenstellen. Diese “meine Karte” wird doch dann entweder auf dem Gerät oder auf der SD Speicherkarte als 1 Image übertragen. Das heißt immer “gmapsupp” und ist halt, je nachdem wieviele Kacheln da drauf sind, entsprechend groß. Ganz Deutschland wären glaube ich schon 2GB. Und dieses 2GB große Image zieht sich doch das Gerät beim Booten rein, bevor Du im Gerät die benötigten Kartenteile auswählen kannst.
        Ich wohne in Aachen, brauche also auch noch Holland und Belgien. Dadurch, das ich mir nur 2 Kacheln von NRW, Limburg in Holland und die Ardennen in Belgien auswähle ist mein Image nur 15KB groß und wird entsprechend schneller geladen.

        Gruß Finke

        • Man kann seit längerem verschiedene Karten gleichzeitig hochladen und diese dann je nach Bedarf aktivieren, oder deaktivieren. Du musst sie nur unterschiedlich auf dem Gerät benennen. Meine heißen dann z.B. topoMalle.img und topoDe.img usw. Trotzdem ist die Idee nicht schlecht sich für den täglichen Bedarf auf 4-5 Kacheln zu beschränken (dailyDE.img :-) ), die man eh meist nicht überschreitet. Und im Notfall könnte man sonst ja noch auf die gesamte Deutschlandkarte wechseln.

  2. Hallo Udo, seit zwei Jahren habe ich das Oregon 450 und benutze es als Fahrrad-Navi. Um meine Touren zu entwerfen, benutze ich die Karten von Magic-Maps (Deutschland 25) und bin mit beiden sehr zufrieden. Meine Touren habe ich immer in dem o.g. Programm erstellt und sie etwas breiter (zur besseren Sicht) erstellt. Super finde ich diese Möglichkeit, aber seit diesem Jahr sind plötzlich meine gesamten Linien so schmal, dass sie kaum zu erkennen sind. Bei dem Händler war nichts zu erfahren, (wollte mir ein neues verkaufen) und ich hoffe bei Dir und den Lesern auf Ratschläge bzw. Lösungen. Was ich bisher hier gelesen habe “hört” sich gut an. Danke für die Möglichkeit hier meine Probleme “”los zu werden”"
    Frank

    • Hi Frank!
      Danke für Deinen Kommentar. Zu dem Programm Magic-Maps kann ich Dir leider nichts sagen, da ich es nicht benutze. Am Garmin sollte es jedenfalls nicht liegen. Das Dein Händler Dir ein neues Navi verkaufen wollte, finde ich sehr fragwürdig. Vielleicht verdeutlichst Du noch kurz, welche Linien Du meinst – die Höhenlinien? Auf der Kartenansicht beim Garmin, oder auch schon in Magic Maps?

      Beste Grüße
      Udo

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