Die 5 häufigsten Fehler beim Kauf eines Fahrrad-Navis

Mountainbike Fahrer auf Waldpfaden

Auch auf unbefestigten Wegen navigiert dich dein Fahrradnavi zuverlässig ans Ziel.

Gerade hast du noch Zuhause die Route für die Radtour bis ins Detail geplant und nun stehst du ratlos im Nirgendwo – viele Radfahrer werden es kennen. Während Navigationssysteme bei Autos schon längst zum Standard gehören, halten sich Radfahrer oft noch zurück – obwohl der Markt einiges zu bieten hat. Denn gerade auf dem Fahrrad, wo sehr wenig Platz ist, ist ein Navi der Karte in vielerlei Hinsicht überlegen. Sucht man im Netz nach Fahrradnavis, wird man von der Menge an Angeboten und Modellen regelrecht erschlagen – da ist Vorsicht geboten, sonst hast du schnell viel Geld verloren und ein unnützes Produkt gekauft. Um davor zu bewahren, zähle ich dir die 5 häufigsten Fehler beim Kauf eines Fahrrad-Navis auf.

Darauf sollte man beim Kauf achten

Fehler Nr. 1: Wer billig kauft, kauft zweimal

Der häufigste Fehler beim Kauf zuerst: Das günstigste Navi „wird’s schon tun“. Der Preis sollte nicht das Hauptkriterium für die Kaufentscheidung sein, sondern sein geplanter Verwendungszweck. Wenn du zum Beispiel Wert auf ausgiebige Tourenauswertungen legst, bringt es dir nichts ein günstigeres Gerät ohne Höhenmesser zu kaufen. Oder möchtest du dein Navi auch zum Geocachen nutzen, dann bringt es nichts, ein günstigeres zu Kaufen, was diese Funktion nicht unterstützt. Grob betrachtet kann man diese drei verschiedene Arten von Fahrrad-Navis unterscheiden:

  • Touren-Navi: Diese Geräte sind hinsichtlich ihrer Funktion ideal fürs Touren-Radfahren. Das Spektrum reicht von sehr günstigen Geräten vom Discounter, zu wahren High-Tech-Geräten mit allen nur erdenklichen Navigationsfeatures.
  • Sport-Navi: Diese Geräte legen ihren Fokus mehr auf den Trainingsaspekt für Radsportler. Zwar kann man mit ihnen auch navigieren, aber im Vordergrund stehen die Funktionen zur Trainingskontrolle und –intensivierung. So kann man zum Beispiel Rennen gegen seine alten Daten von bereits durchgeführten Touren fahren.
  • Allround-Navis: Das Allround-Gerät unter den Navigationssystemen für alle die gerne draußen aktiv sind: Diese Bordcomputer eignen sich nicht nur für Radtouren sondern auch ausgezeichnet für Outdoor-Aktivitäten wie zum Beispiel das berühmte Geocaching. Mit optionalen Sensoren wie Trittfrequenzmesser und Brustgurt, kann man sie auch problemlos zum Sport einsetzen.

2. Die richtigen Funktionen

Je nach Modell und Preisklasse hat jedes Fahrrad-Navi verschieden viele Funktionen, die man vor dem Kauf des Gerätes unbedingt genauer recherchieren sollte. Dabei gibt es Funktionen, die jedes Fahrrad-Navi haben sollte, sowie weitere Eigenschaften, die sehr nützliche und nette Extras beinhalten und für spezielle Anforderungen gedacht sind. Folgende Funktionen sollte das Navigationsgerät unbedingt mit an Bord haben:

  • Standard-Fahrradfunktionen: Hat inzwischen eigentlich jedes Gerät an Board, eine Überprüfung schadet aber nicht:
    • zurückgelegte Distanz
    • aktuelle Geschwindigkeit
    • Fahrzeit
  • Profile: Je nachdem, ob man mit dem Trekkingrad oder dem Mountainbike unterwegs ist, sollte ein Navi unterschiedliche, speziell angeglichene Routen vorschlagen: So sollte zum Beispiel die Strecke beim Rennrad möglichst asphaltiert sein, während es beim Mountainbike schon mal etwas ruppiger und rauer werden darf. Speziell fürs Geocoaching ist es wichtig, dass man sich via Luftlinie an sein Ziel navigieren lassen kann.
  • Points of Interests: Eigentlich keine Funktion des Navis, sondern zusätzliche Informationen zum Kartenmaterial. Als Points of Interest bezeichnet man Orte, die grundlegende Bedürfnisse befriedigen: Dazu gehören neben Supermärkten, Banken, Krankenhäuser oder Hotels auch touristische Attraktionen wie Museen und Sehenswürdigkeiten. Wenn diese bereits auf dem Navi vorhanden sind, braucht man diese später nicht mehr selbst aus dem Internet herunterladen und auf dem Navi installieren.
  • Navigation: Damit man bei einem Fahrradnavi die aus dem Auto gewohnte Navigation (mit Zieleingabe und Berechnung des besten Weges) nutzen kann, braucht das Navi routingfähige Karten. Ansonsten bleibt nur die Navigation mittels eines zuvor geplanten Tracks. Diesen läd man vor der Tour auf das Fahrradnavi und folgt dann der auf der Karte hervorgehobenen Markierung.

3. Zusatzfunktionen

Zusätzlich zu den gerade genannten Funktionen, können folgende Funktionen sehr nützlich sein:

  • Aufzeichnung von Leistungsdaten: Bei den meisten Navigationsgeräten können Leistungsdaten wie Distanz, Geschwindigkeit und Höhenmeter nach einer Fahrradtour am Rechner ausgewertet werden. Das ist vor allem für ambitionierte Radler wichtig, die Wert auf eine gute Trainingsanalyse legen! Die Speicherintervalle der Geräte sind unterschiedlich und abhängig von der Größe ihres Speichers. Möchte man also sehr detaillierte Auswertungen machen, sollte man auf einen ausreichenden Speicher achten.
  • Routenvorschläge: Diese Funktion ist besonders für spontane Fahrradtouren sinnvoll. Mit Eingabe der verfügbaren Zeit und der maximalen Streckenlänge, generiert das Gerät selbständig die perfekte Route. Wer nicht stundenlang planen möchte, profitiert besonders von dieser Funktion besonders.
  • Weitere Zusatzfunktionen: Je nach Modell und Preisklasse, gibt es einige weitere Funktionen, die manch Sonderwünschen gerecht werden. So locken einige Hersteller mit Features wie Kalorienverbrauch oder Bluetooth-Kopplung.

4. Ablesbares Display

Mittlerweile gibt es unzählige Funktionen an einem Bordcomputer fürs Rad. Fast alle zeichnen dabei Daten auf, die man anschließend auswerten können, aber auch live auf deinem Display zu sehen sind. Der entscheidende Faktor bei der Anzeige ist dabei die Displayqualität und die Bildschirmmaße – schließlich verfügen nicht alle Navigationsgeräte über ein angemessenes Display. Unterscheiden lassen sich dabei zwei Arten von Displays und Displayqualitäten:

  • Farbige Touchdisplays: Die neueren Fahrrad-Navi-Modelle verfügen über ein Farbdisplay mit Touchfunktion. Auf dem Display kannst du nicht nur sehen wo genau du dich gerade befindest, sondern kannst auch noch spontane Änderungen an der Route oder der Art der Datenerfassung vornehmen. Das Handling eines solchen Displays ist deutlich komfortabler und angenehmer als das von Displays ohne Touchfunktion.
  • Einfarbiges Display: Geräte mit einfarbigen Displays ohne Touchfunktion gibt es kaum noch neu zu kaufen. Solltest du dich für den Kauf eines solchen gebrauchten Fahrradnavis entscheiden, kann ich dir nur raten die Nachteile vorher genau abzuwägen. Das Handling ist wegen der Tasten deutlich erschwert und kann während der Fahrt und bei den Einstellungen echt frickelig werden.

Gerade bei dem Display sollte man das Geld für die jeweils bessere Variante investieren – die komfortablere Bedienung ist auf Dauer von großem Vorteil.

5. Kartenmaterial

Navigation mit Fahrradnavi am Lenker

Mit einem Fahrradnavi hat das ewige Suchen auf Karten endlich ein Ende.

Auch das modernste Gerät nutzt dir ohne das richtige Kartenmaterial wenig. Beim Kauf ist darauf zu achten, ob bereits Karten auf dem Gerät vorhanden sind, wie gut diese Karten sind und ob weitere Karten auf das Fahrradnavi aufgespielt werden können. Dabei gibt es sowohl kostenpflichtige Karten wie etwa die Topo Karten von Garmin, als auch kostenlose wie die Open-Street-Map (OSM) Karten.

Hauptsache sicher unterwegs

Puristen sind der Meinung, dass eine richtige, „echte“ Landkarte zum Naturerlebnis Fahrradfahren einfach dazugehört. Meiner Meinung nach jedoch schmälert genau diese das Radfahr-Erlebnis: Anstatt sich auf die schöne Landschaft und den Moment konzentrieren und ihn genießen zu können, verbringt man unnötig viel Zeit damit, Karten zu lesen, sich unwohl zu fühlen, weil man nicht mehr weiß wo man sich befindet und wohin man muss. Ein Fahrrad-Navi erleichtert das Touren-Fahren sehr – man ist entspannter und sicherer unterwegs und genießt so die Natur ein Stück mehr!

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Ein Gedanke zu “Die 5 häufigsten Fehler beim Kauf eines Fahrrad-Navis

  1. Neben den hier aufgeführten Punkten gehört noch die Befestigungsmöglichkeiten am Rad hinzu. Hier hat vor allem Garmin meiner Meinung nach einen Rückschritt gemacht bei deren Halterungen für das GPSMAP. Diese sind bei weitem nicht mehr so stabil, wie die Vorgängerverion. Leider fehlt dem Aktuellen Modell GPSMAP64 eine vernünftige Öse, durch die man zusätzlich noch eine Schlaufe ziehen und das Gerät am Lenker sichern kann, sollte sich die Halterung einmal lösen

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