Fahrradhelm: Worauf du beim Kauf achten musst

Worauf musst du beim Fahrradhelm-Kauf achten?

Egal ob du auf dem Mountainbike, Renn- oder Tourenrad unterwegs bist – das Thema Sicherheit ist extrem wichtig und sollte allgegenwärtig sein. Glücklicherweise hat sich die Einstellung vieler Fahrradfahrer zum Helm in letzter Zeit stark verändert. Die Bereitschaft, einen Schutzhelm beim Fahren zu tragen, wächst immer weiter. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es die Hersteller immer besser verstehen, die optischen Bedürfnisse der Fahrradfahrer zu stillen. Die unterschiedlichen Modelle sehen immer besser aus und machen richtig was her. Doch ist Optik das einzige, worauf es beim Helm-Kauf ankommt? Ganz sicher nicht!

Fahrradhelm

Auf die perfekte Passform achten

Was machst du, wenn du dir ein Paar Schuhe gekauft hast und diese kneifen? Richtig, du verstaust sie ganz weit hinten im Schrank und kommst nicht einmal im Traum auf die Idee, sie zu tragen. Das Gleiche gilt nicht nur für alle anderen Kleidungsstücke und Fahrradrucksäcke, sondern auch für den Fahrradhelm. Wenn du dir einen Helm kaufen willst, musst du also unbedingt darauf achten, dass dieser perfekt passt und nirgendwo drückt.
Um herauszufinden, ob der gewünschte Fahrradhelm die perfekte Wahl ist, muss er genau eingestellt werden. Nutze hierzu Passriemen. Der Helm sitzt dann perfekt, wenn er sich auch bei starker Kopfbewegung nicht von der Stelle rührt und dennoch nichts einquetscht.
Wichtig: Die fordere Kante des Helms liegt auf Höhe der Augenbrauen. Außerdem sitzt er nicht zu tief im Nacken, sondern bildet eine waagerechte Linie zum Kopf.

Wie finde ich die Größe für meinen Fahrradhelm heraus?

Fahrradhelme werden in jedem Sportfachgeschäft, aber auch beim Discounter und in anderen Läden in unterschiedlichen Größen angeboten. Was prinzipiell eine gute Sache ist, kann allerdings auch zu Verwirrungen führen – nämlich dann, wenn du nicht weißt, welche Fahrradhelm-Größe du brauchst.
Viele Helme arbeiten mit zwei verschiedenen Angaben: Den gängigen Aufteilungen in XS bis XL und Zentimeter-Angaben. Bei letzteren handelt es sich um den Kopfumfang, den du ganz einfach mit einem Maßband selbst bestimmen kannst.

So misst du deinen Kopfumfang:
Beim Messen des Kopfumfanges ist es entscheidend, wo das Maßband angesetzt wird. Die richtige Stelle befindet sich knapp über den Ohren. Führe das Maßband über die Stelle der Stirn, die am weitesten hervorsteht und von dort aus einmal rund um den Kopf bis zum Ausgangspunkt. Dabei darf das Maßband nicht (!) in den Nacken gelegt werden, sondern bleibt auf Höhe der Ohren.
Tipp: Wer kein Maßband zur Hand hat, kann auch eine einfache Schnur nutzen und diese anschließend mit einem Lineal oder Zollstock abmessen.

Die richtige Größe für Kinder wählen
Zugegeben, hochwertige Fahrradhelme sind häufig recht teuer – auch (oder insbesondere) wenn es sich dabei um Kindermodelle handelt. Eltern sind es häufig leid, gewisse Gegenstände und Kleidungsstücke immer wieder neu kaufen zu müssen, weil sie zu klein für ihr Kind geworden sind. Eine beliebte Taktik, um dieses Problem zu lösen: Einfach eine Nummer größer kaufen.
Was bei T-Shirts und Hosen vielleicht noch okay ist, ist beim Kauf eines Fahrradhelms ein absolutes No Go. Helme, die zu groß sind und auf dem Kopf des Kindes hin und her schlackern, stellen ein großes Risiko dar und können schwere Verletzungen hervorrufen. Wenn Kinder im Straßenverkehr gut geschützt sein sollen, muss der Helm immer perfekt sitzen.

Richtwerte Kindergrößen beim Fahrradhelm

  • 0-3 Jahre: 44-52 cm
  • 2-7 Jahre: 46-57 cm
  • 5-12 Jahre: 52-60 cm

Hinweis: Bei diesen Größen handelt es sich um den Normalfall. Es kann durchaus sein, dass der Kopf von deinem Kind größer oder kleiner ist. Auch hier sind Aufsetzen und Anprobieren Pflicht.

Geprüfte Sicherheit

Wer wissen will, wie sicher ein Fahrradhelm ist, sollte schauen, ob dieser mit einem oder mehreren Prüfsiegeln ausgestattet ist. Diese geben an, ob das Modell bestimmten Richtlinien entspricht und dementsprechend auch empfohlen wird. Zu den gängigsten Siegeln für Fahrradhelme gehören:

  • CE-Prüfsiegel: Der Helm entspricht den Sicherheitsanforderungen der relevanten EG-Richtlinien
  • GS-Zeichen: Der Helm hat den Sturztest überstanden und erhielt dafür das Zeichen für geprüfte Sicherheit

Tipp: Es kann nie schaden, vor dem Kauf ein bisschen im Internet zu recherchieren. Hier findest du in der Regel immer ein paar hilfreiche Testberichte, die dir die Stärken und Schwächen des Wunschhelms aufzeigen.

Lüftungsschlitze sind das A und O

Nicht nur Schön-Wetter-Fahrer, sondern auch passionierte Zweirad-Sportler lieben es, sich im Sommer auf Ihren „Drahteseln“ zu verausgaben. Mit steigenden Temperaturen wächst allerdings auch die Gefahr, dass es ziemlich warm unterm Fahrradhelm wird. Damit dir kein Hitze-Kollaps droht, solltest du unbedingt darauf achten, dass dein Fahrradhelm mit Lüftungsschlitzen ausgestattet ist. Diese versorgen deinen Kopf mit ausreichend Frisch-Luft. Zusätzliche Insektengitter gewährleisten, dass es trotz des frischen Lüftchens nicht zu einer unangenehmen Begegnung mit den kleinen Stecktieren kommt.

Info: Immer mehr Radfahrer verlieben sich in Helme, die denen aus der Skate- und Board-Szene nachempfunden sind. Auch wenn diese Exemplare ziemlich cool aussehen, ist doch vom Kauf abzuraten. Der Grund: Durch die fehlenden Luftschlitze staut sich hierunter viel Hitze an, was nicht nur schweißtreibend ist, sondern auch zur echten Gefahr für dein gesundheitliches Wohl werden kann.

Wie sieht’s aus? Hast du deinen perfekten Helm schon gefunden? Ich freue mich auf Erfahrungen und Meinungen in den Kommentaren.

Satteltasche am Fahrrad – ja oder nein?

Pro und Contra der Satteltasche am Fahrrad: Praktischer Helfer oder nerviges Gadget?

Sattelstütz- und Satteltaschen sind mittlerweile unter den Radfans weit verbreitet. Sie bieten ausreichend Platz für Werkzeug, ein Erste-Hilfe-Set, etwas Kleingeld, Ersatzakkus für das Fahrradnavi, Schlüssel sowie je nach Modell sogar eine kleine Trinkflasche und sind damit die perfekte Alternative zum Rucksack. Allerdings gibt es mindestens ebenso viele Gegner wie Verfechter der kleinen Gadgets. Welche sind also die Vor- und Nachteile der Satteltaschen, für wen eignen sie sich und was spricht gegen den klassischen Rucksack?

Satteltasche am Rennrad

Vorteile einer Satteltasche

Qualitativ hochwertige und professionell befestigte Satteltaschen, wie Du sie auf backpacking-united.com kaufen kannst, bringen zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Du kannst die wichtigsten Utensilien in die Satteltasche packen und so bei kürzeren Touren auf einen Fahrradrucksack verzichten oder ihn durch ein kleineres Modell ersetzen. Zwar wiegen die Fahrradpumpe, das Erste-Hilfe-Kit & Co nicht allzu viel, dennoch empfinden viele Radler den Rucksack als unangenehm, vor allem bei heißen Temperaturen im Sommer.
  • Bei langen Touren hast Du in Deinem Rucksack schlichtweg mehr Platz zur Verfügung.
  • Wählst Du ein Modell mit Reflektoren oder der Montagemöglichkeit für ein Rücklicht, erhöhst Du zugleich Deine Sicherheit bei schlechten Lichtverhältnissen.
  • Im Falle eines Sturzes verringert sich die Gefahr von Verletzungen durch schwere oder sperrige Gegenstände im Rucksack, zum Beispiel eine Flasche oder Werkzeug.

Nachteile einer Satteltasche

Die Gegner der Satteltaschen hingegen bemängeln, dass

  • zu breite Taschen eventuell am Oberschenkel scheuern könnten,
  • bei einer falschen oder unzureichenden Befestigung die Satteltasche vor allem im Gelände verloren gehen könnte oder durch ständiges Geklapper beim Fahren stört,
  • sich an der Satteltasche durch die Nähe zum Hinterreifen viel Schmutz sammelt,
  • bei zu viel Gewicht die Fahreigenschaften sowie das Gleichgewicht beim Fahrradfahren negativ beeinflusst werden könnten.

Fazit: Worauf musst Du bei einer Satteltasche achten?

Du siehst, es gibt ebenso viele Argumente für als auch gegen eine Satteltasche. Schlussendlich ist und bleibt sie eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wenn Du bei der Modellwahl allerdings folgende Tipps beachtest, kannst Du viele der Contra-Argumente aus dem Weg räumen und so optimal von den Vorteilen einer Satteltasche profitieren. Achte daher beim Kauf darauf, dass

  • es sich um ein wasserfestes Modell handelt, damit der Inhalt bei Regen nicht nass wird.
  • die Halterung professionell und ausreichend fest am Fahrrad montiert werden kann.
  • Du die Satteltasche durch ein modernes „Klick-System“ schnell und unkompliziert befestigen und wieder lösen kannst.
  • sie während der Fahrt nicht „schwankt“ und dadurch Dein Gleichgewicht stört.
  • die Satteltasche nicht breiter ist als Dein Sattel selbst.

Hast Du ein passendes Modell gefunden, kannst Du bei der nächsten kürzeren Fahrradtour auf den lästigen Rucksack verzichten. Ich empfehle die Satteltasche daher vor allem für Rennradler und Tourenbiker. Am Mountainbike finde ich sie wegen des Gerappels und der Dreckanfälligkeit unter dem Sattel eher unpraktisch.

Wie sind deine Erfahrungen mit Satteltaschen? Schreibs mir gerne in den Kommentaren.

Fahrradrucksack – 8 Gründe, warum du einen brauchst

mit fahrradrucksack im sauerland

In erster Linie beschäftige ich mich auf dieser Seite mit Fahrradnavis. Es gibt aber noch viel mehr Ausrüstung, die speziell für sportliche Radfahrer entwickelt wurde. Heute möchte ich dir einen Fahrradrucksack anhand meines Deuter Compact EXP 12 vorstellen.

Seit ich ihn im Urlaub 2009 bei Intersport Forster in München gekauft habe begleitet er mich beim Biken, Wandern, Skifahren, Geocachen oder auch einfach nur als Handgepäck im Urlaub. Im Folgenden werde ich kurz auflisten, was einen guten Fahrradrucksack auszeichnet und warum du dir unbedingt einen zulegen solltest, wenn du noch keinen hast.

1.) Geringes Gewicht

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Gerade auf längeren Touren macht sich jedes Gramm weniger auf dem Rücken bezahlt. Fahrradrucksäcke sind so entwickelt, dass sie mit einem möglichst geringen Gewicht daherkommen und trotzdem robust sind. Dies gelingt durch spezielle Nylon Materialien, die sich durch ein geringes Gewicht und hohe Belastbarkeit auszeichnen. Im Falle vom aktuellen Deuter Compact EXP 12 Modell beläuft sich das Gewicht gerade einmal auf 1070 g.

2.) Robust und leicht zu reinigen

So ein Fahrradrucksack muss viel einstecken. Äste, die im Vorbeifahren hängen bleiben, vielleicht mal einen Sturz oder einfach nur erschöpftes Fallen lassen am Gipfelkreuz. Das alles darf dem Rucksack nichts ausmachen. Wie gesagt, meiner begleitet mich jetzt schon seit sechs Jahren und alle Nähte, Stoffe, Träger und Riemen sind noch vollkommen in Ordnung.

Ebenfalls ein wichtiger Punkt: Der Rucksack muss leicht zu reinigen sein. Schlechtes Wetter oder matschige Wege halten den Outdoor-Sportler nicht im Haus. Gerade beim Mountainbiken versaut man sich den Rucksack mit dem hochfliegenden Dreck der Reifen. Die Nylon Stoffe lassen sich aber sehr leicht abwaschen. Bei extremen Verschmutzungen habe ich den Deuter auch schon in die Dusche gestellt und mit der Brause gereinigt. Das Material trocknet schnell und der Rucksack ist am nächsten Tag wieder einsatzbereit.

3.) Gute Gewichtsverteilung

Auf Tagestouren kommt der Rucksackinhalt schnell auf mehrere Kilo. Gefüllte Trinkblase, Werkzeug, Kleidung, Essen und so weiter summieren sich schnell zusammen. Dann ist es wichtig, dass das Gewicht gut verteilt wird und nicht über mehrere Stunden auf den Schultern des Bikers lastet. Fahrradrucksäcke haben daher, ebenso wie Wanderrucksäcke, einen weiteren Gurt, der um die Hüfte gelegt wird. Sind alle Träger korrekt eingestellt, wird so das Gewicht des Inhalts auf die Hüfte abgeleitet.

4.) Fester Sitz auf dem Rücken

Beim Biken kann es schon mal etwas ruppiger zugehen. Gerade bergab, auf engen Trails kann man keinen Rucksack gebrauchen der ständig von links nach rechts fliegt und den Fahrer aus dem Gleichgewicht bringt. Daher haben gute Fahrradrucksäcke diverse Einstellmöglichkeiten, um für einen sicheren Sitz auf dem Rücken zu sorgen.
Schulter- und Hüftträger sichern den engen Kontakt zum Körper. Damit die Träger nicht von der Schulter rutschen, können sie durch einen Riemen verbunden werden. Dieser hat auch zusätzlich eine Schlaufe, um das Mundstück des Trinkrucksacks aufzunehmen.
Auch wenn der Rucksack eng am Körper liegt, kann der Inhalt im Rucksack immer noch wild umher fliegen. Dafür gibt es zusätzliche Kompressionsriemen an den Außenseiten, die den den Rucksack zusammenziehen und somit den Inhalt fixieren.

5.) Gut belüfteter Rücken

deuter airstripes

Der Fahrradrucksack soll zwar eng am Rücken anliegen, aber dennoch nicht zum Hitzestau führen. Die Hersteller haben sich unterschiedliche Möglichkeiten ausgedacht, um den Rücken des Radfahrers trotzdem ausreichend zu belüften. Bei meinem Deuter EXP 12 heißt das System „Deuter Airstripes“. Zwei wabenartige Polster bilden entlang des Rückens einen Belüftungskanal durch den sich die Luft sich auf dem Rücken verteilen kann.

6.) Aufnahme für Trinkblase

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Auf längeren Touren kommt man mit den kleinen Trinkflaschen nicht ganz weit. Viele Radrucksäcke haben daher eine extra Aufnahme für eine Trinkblase und werden somit zum Trinkrucksack. Der Schlauch wird durch den Schulterträger nach vorne geführt und man kann sich jederzeit an die Getränkequelle auf dem Rücken bedienen.
Ein weiterer Vorteil des Getränketransports auf dem Rücken ist die Kühlung. Die Fächer für die Trinkblase sind ausreichend groß, um dort zusätzlich noch einen Kühlakku zu verstauen. So hat man auch an heißen Tagen eine kalte Erfrischung dabei.

7.) Sinnvolle Fächerunterteilung

reissverschlussfach innen

Fahrradrucksäcke sind speziell für die Bedürfnisse von Radfahrern ausgelegt. Das gilt insbesondere für die Aufbewahrungs- und Befestigungsmöglichkeiten. Der Deuter hat ein extra Netz für den Fahrradhelm, übersichtliche Fächer für Werkzeug und eine eingenähte Halterung für eine Luftpumpe. Die fünf unterschiedlichen Fächer machen es mir leicht, meine Sachen sofort zu finden ohne den ganzen Rucksack durchsuchen zu müssen.

8.) Regenhülle in Signalfarbe

fahrradrucksack mit regenhuelle

Wenn man in einen Regenschauer oder dichten Nebel gerät, ist die Regenhülle in Signalfarbe eine gute Hilfe. Zum einen hält sie den Rucksack trocken, zum anderen erhöht man durch die grelle Signalfarbe seine eigene Sichtbarkeit.
Das Material des Rucksacks ist zwar wasserabweisend, aber bei einem richtigen Regenschauer gerät es an seine Grenzen. Dann ist eine richtige Regenhülle gefragt, die fester Bestandteil von guten Fahrradrucksäcken ist und dauerhaft in einem kleinen Reißverschlussfach untergebracht ist.

Ein Fahrradrucksack ist also nicht nur zum Fahrradfahren die beste Wahl, sondern eignet sich auch für viele weitere Outdoor-Aktivitäten als Begleiter. Es gibt ihn nicht nur in verschiedenen Größen, sondern auch in speziellen Varianten für Frauen.

fahrradrucksack auch fuer frauen

Durch die Möglichkeit das Volumen von 12 auf 14 Liter zu vergrößern, komme ich mit dem Platz im Deuter EXP 12 auch auf längeren Tagestouren aus. Für Mehrtagestouren ist er allerdings zu klein.

Was sind die Lieblingsfeatures von deinem Fahrradrucksack? Schreib es mir in die Kommentare!