Fahrrad Navi 24: Praxistests, Kaufberatung, Ratgeber für mobile Navigation und mehr

Fahrradnavigation ist ein Thema, das immer mehr Fahrradfahrer – egal ob Rennradfahrer, Trekking-Fans oder Mountainbiker – beschäftigt. Sie alle suchen das Abenteuer in der Natur, wollen dabei aber nicht vom rechten Weg abkommen.

Um auch in unbekannten Gebieten nie die Orientierung zu verlieren, empfiehlt es sich, ein Fahrradnavi zu kaufen und einzusetzen. Was alles in diesen kleinen Geräten steckt, welche Infos sie dir liefern und was du sonst noch alles darüber wissen musst, erfährst du auf dieser Homepage. Schön, dass du den Weg hier her gefunden hast 🙂

Was ist ein Fahrradnavi?

Ehe ich dir tiefer gehende Informationen liefere, willst du eventuell erst einmal wissen, was genau ein Fahrradnavi eigentlich ist. Auch wenn der Begriff den meisten Leuten geläufig ist, können doch nicht alle genau sagen, worum es sich dabei handelt und wie das Gerät funktioniert. Gleich vorweg: Die Technik hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt.

Erfreulicherweise sorgen immer überschaubarere Preise für Fahrrad Navis dafür, dass sie nicht mehr nur den Profis, sondern auch Hobby-Sportlern zur Verfügung steht. Ein Fahrradnavi ist ein meist sehr handliches und kompaktes Gerät, das mittels GPS-Signal zur Navigation eingesetzt wird. Oder mit anderen Worten: Dein Fahrradnavi hilft dir dabei, dich nicht zu verfahren. Welcher Weg der richtige ist, kannst du dem Gerät im Vorfeld genau sagen – nämlich in dem du entweder eine individuelle Route planst oder eine vorgegebene aufspielst.

Für diesen Zweck gibt es mittlerweile unzählige Portale, auf denen du abwechslungsreiche Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Geländeprofilen findest. Gerade dann, wenn du dich in unbekannten Gegenden aufhältst (beispielsweise im Aktiv-Urlaub) ist diese Funktion vom Fahrradnavi Gold wert.

Fahrrad Navis im Test

Bislang konnte ich folgende Geräte genauer unter die Lupe nehmen:

Die Vorteile vom Fahrradnavi

Natürlich könnte man an dieser Stelle zynisch behaupten, dass die Investition in ein Fahrradnavi heraus geschmissenes Geld ist – schließlich sind Fahrradkarten weitaus günstiger und auch ohne Strom zuverlässig. Das mag vielleicht bis zu einem gewissen Grad stimmen, doch solltest du dich immer fragen: Sind Fahrradkarten auch wirklich praktisch, wenn man sie während der Fahrt nutzt?

Jeder, der es schon einmal ausprobiert hat, wird diese Frage eindeutig mit „Nein!“ beantworten können. Fahrradkarten sind nicht nur unhandlich, sondern häufig auch nur schwer lesbar. Um sie in Ruhe deuten und eine Route planen zu können, muss man meist stehen bleiben, was die Tour wiederum unnötig in die Länge zieht.

Ein weiterer großer Nachteil von den klassischen Fahrradkarten ist, dass sie nicht mit dir „sprechen“ oder sich zumindest bemerkbar machen können. Wenn du beispielsweise an eine Kreuzung kommst, an der du abbiegen musst, wird dich kein Signal darauf hinweisen. Ganz anders verhält es sich im Fall von einem Fahrradnavi. Dieses führt dich zuverlässig über die eingegebene Route und weist dich schon x Meter vor einer Kreuzung darauf hin, dass du bald abbiegen musst.

Und was ist mit Fahrradnavi-Apps fürs Handy? Fast jeder Mensch hat inzwischen ein Smartphone und dieses auch auf Fahrradtouren bei sich. Es liegt also der Verdacht nahe, dass spezielle Fahrradnavi-Apps ebenfalls als kostengünstige Orientierungshilfe geeignet sind.

Doch auch hier finden sich einige Nachteile im direkten Vergleich mit den Fahrrad-Navigationsgeräten. Da wäre beispielsweise die teils recht schwache Akkuleistung von älteren Smartphones. Sicher kannst du dir vorstellen, wie ärgerlich es wäre, wenn du plötzlich ohne Strom mitten in der Pampa stehst und nicht mehr weißt, wie du an dein Ziel gelangst.

Ein weiterer Nachteil von Navi-Apps fürs Smartphone ist, dass diese häufig auf eine Internet-Verbindung angewiesen ist. Jeder, der gern und oft in der Natur unterwegs ist, weiß jedoch, dass das Signal in Wald und Wiesen meist eher bescheiden (um nicht zu sagen: völlig unbrauchbar) ist.

Ein Fahrradnavi ist nicht nur handlich, praktisch und einfach zu bedienen, sondern auch sehr zuverlässig. Lange Akku-Laufzeiten und ein stabiles GPS-Signal sorgen dafür, dass du gut navigiert wirst und nicht die Orientierung verlierst. Um im vollen Maße von diesen Vorteil zu profitieren, lohnt es sich durchaus, ein bisschen mehr Geld für dein Fahrradnavi auszugeben.

Die Vor- und Nachteile von Smartphone und Fahrradnavi habe ich in dem Artikel Fahrrad Navi oder Smartphone genauer analysiert.

Hinweis: Zu sagen, dass ein Fahrradnavi wirklich IMMER problemlos funktioniert, ist leider falsch. Gerade bei starker Bewölkung und auch in einigen sehr abgeschirmten Gegenden (Fels- oder Häuserschluchten) kann es immer wieder passieren, dass das GPS-Signal schwächer wird oder auch ganz verloren geht. Das hat natürlich direkte Auswirkungen auf die Fahrradnavigation.

Nicht zu unterschätzen ist weiterhin der Komfort, der von einem Fahrradnavi ausgeht. Anstatt permanent in die Karte zu schauen und dafür zu sorgen, dass diese nicht weg fliegt, kannst du dich viel besser auf deine Umgebung konzentrieren und diese auf dich wirken lassen. Dein Fahrradnavi wird sich schon bemerkbar machen, wenn du abbiegen und einen anderen Weg einschlagen sollst.

Das richtige Fahrradnavi finden

Wer sich einmal etwas genauer mit dem Angebot an Fahrradnavis auseinandersetzt, stellt schnell fest, dass dieses riesig ist. Neben dem klassischen Fahrradnavi gibt es beispielsweise auch Fahrrad-Computer oder GPS-Geräte. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten sind oftmals gering und sorgen für einen fließenden Übergang. Eine klare Trennung zwischen Fahrradnavi, Fahrradcomputer und GPS-Gerät ist oftmals gar nicht möglich.

Um herauszufinden, welches Gerät am besten zu dir passt, solltest du dir zunächst einmal ein paar Gedanken zu deinen Anforderungen machen. Oder anders formuliert: Was erwartest du von deinem Fahrradnavi? Soll es dir einfach nur den richtigen Weg weisen oder willst du damit vielleicht noch mehr machen, beispielsweise:

  • detaillierte Planung von Fahrradrouten
  • Aufzeichnung unterschiedlicher Werte wie Geschwindigkeit, Trittfrequenz, Höhenmeter, Herzfrequenz, Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit und Kalorienverbrauch
  • Trainingscomputer zur Leistungssteigerung im Radsport
  • Andere Einsatzzwecke wie Geocachen, Auto- oder Bootsnavigation

Die funktionalen Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrradnavis ist teils erheblich. Wenn du das Gerät nur zum Aufzeichnen deiner alltäglichen Touren nutzen willst und der Aspekt des Navigierens in den Hintergrund rückt, empfehle ich eher einen kleinen Fahrradcomputer mit allen grundlegenden Eigenschaften.

Dieser verfügt über kein GPS-Signal und ist deutlich günstiger als richtige Fahrradnavis. Daten wie Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke werden mithilfe von Sensoren an den Rädern ermittelt. Wer zusätzlich seinen Puls oder die Herzfrequenz messen möchte, kann einen etwas höherpreisigen Fahrradcomputer mit entsprechenden Sensoren kaufen.

Fahrradnavis und GPS-Geräte sind sinnvoll, wenn tatsächlich das Abfahren bestimmter Routen im Zentrum deiner Anforderungen stehen. Außerdem hast du im Fall dieser Geräte noch weitere Möglichkeiten der Nutzung, die über das Fahrradfahren hinausgehen. So kannst du das Fahrradnavi beziehungsweise GPS-Gerät auch für Wanderungen, Touren auf dem Wasser oder das beliebte Geocaching nutzen. Wer also viel draußen ist und sich für unterschiedliche Formen vom Outdoor-Sport interessiert, sollte durchaus zu einem komplexeren Gerät mit guten Navigationsfunktionen greifen.

Funktionen von Fahrradnavis, GPS-Geräten und Fahrradcomputern im Überblick

  • GPS-Signal: Ohne GPS keine Fahrradnavigation. Sobald du mit deinem Gerät Routen planen und abfahren willst, muss dieses ein GPS-Signal besitzen.
  • Kartenmaterial: Viele Geräte, beispielsweise aus dem Hause Teasi oder Garmin, kommen mit vorinstalliertem Kartenmaterial zu dir nach Hause. Das hat natürlich den Vorteil, dass du dich noch schneller ins Abenteuer stürzen kannst. Darüber hinaus besteht jedoch auch die Möglichkeit, nachträglich Kartenmaterial auf dein Fahrradnavi zu spielen.
  • Fahrrad-Navigation: GPS-Signal und Kartenmaterial sind die Grundvoraussetzungen für eine gute Fahrradnavigation. Die meisten Fahrradnavis sind flexibel, sodass du beispielsweise auch den Zielort schnell ändern kannst.
  • Streckenplanung und -verwaltung: Routen planen mit dem Fahrradnavi ist in vielen Fällen ein Kinderspiel. Das Tolle: Du kannst deine Touren abspeichern und mit zusätzlichen Infos – beispielsweise zum Gelände und zur Schwierigkeit – ergänzen. Spezielle Software hilft dir außerdem dabei, deine Routen auf Portalen hochzuladen und somit mit anderen Outdoor-Fans zu teilen.
  • Aufzeichnung deiner Daten: Weiter oben im Text wurde bereits darauf hingewiesen, dass Fahrradnavis und auch Fahrradcomputer dazu in der Lage sind, verschiedene Daten und Werte während der Fahrt aufzuzeichnen. Hierzu gehören beispielsweise: Höchstgeschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Gesamtstrecke, Teilstrecken, Höhenmeter, Trittfrequenz, Herzfrequenz / Puls
    Welche Werte im Detail aufgezeichnet werden, musst du von Gerät zu Gerät prüfen. Grundsätzlich gilt: Wer nur wenig Geld ausgeben will, darf auch nicht mit unendlich vielen Möglichkeiten der Datenaufzeichnung rechnen.
  • Auswertung der Daten: Moderne Fahrradnavis verfügen über die Funktion des Live-Trackings. Das bedeutet, dass deine aufgezeichneten Daten direkt auf ein anderes Gerät – beispielsweise dein Smartphone – übertragen und dort mittels App ausgewertet werden. Du kannst dein Fahrradnavi also auch (bis zu einem gewissen Maße) als Personal Coach verwenden und kontinuierlich an deiner Fitness und Kondition arbeiten. Die Auswertung der Daten ist besonders spannend, wenn du dir ein Fahrradnavi mit Brustgurt kaufst. Hiermit kannst du nämlich physiologische Werte wie Puls und Herzfrequenz aufnehmen und auch schätzen lassen, wie viele Kalorien du während der Fahrt verbrannt hast.

Lese-Tipp: Der ADFC hat eine umfassende Link-Liste zum Thema Satellitennavigation erstellt. Hier findest du zum Beispiel Tourenportale, digitales Kartenmaterial, interessante Foren und GPS-Schulungen.

Worauf ist beim Kauf von einem Fahrradnavi zu achten?

Wenn feststeht, in welche Richtung es grob gehen soll, heißt das noch lange nicht, dass du genau weißt, welches Fahrradnavi das richtige für dich ist. Wie bereits erwähnt, ist das Angebot so groß und vielfältig, dass es Laien oft schwer haben, sich für das beste Fahrradnavi zu entscheiden. Meine individuelle Kaufberatung und die Praxistests von meiner Seite können dabei helfen, das optimale Gerät auszusuchen.

Außerdem solltest du beim Kauf von einem Fahrradnavi immer auf die folgenden Aspekte achten:

  • Geräte-Typ: GPS-Gerät bzw. GPS-Fahrradcomputer, Fahrradnavi oder Fahrradcomputer? Diese Frage lässt sich am einfachsten beantworten, wenn du genau weißt, welche Anforderungen du an das Gerät hast. Die weiter oben aufgeführten Funktionen helfen dir dabei, die richtige Wahl zu treffen.
  • Akkulaufzeit: Ein genauer Blick verrät, dass die Akkulaufzeiten von Fahrradnavis teilweise stark schwanken. Generell gilt: Je mehr Funktionen das Gerät hat und je größer das Display ist, desto schneller ist der Akku leer. Die meisten Geräte sind mittlerweile jedoch mit einem sehr leistungsstarken Akku ausgestattet, der dich auch bei längeren Fahrten nicht im Stich lässt. Akkulaufzeiten von 10 bis 15 Stunden sind inzwischen der Normalfall.
  • Display-Größe: Während Fahrradcomputer meist nur einen kleinen Schwarz-Weiß-Display haben, erinnert die Anzeige moderner Fahrradnavis und GPS-Geräte schon an ein Smartphone. Grundsätzlich gilt der Leitsatz: Je wichtiger dir der Aspekt der Navigation ist, desto größer sollte das Display sein. Wenn das Aufzeichnen unterschiedlicher Daten im Vordergrund steht, darf die Anzeige auch bescheidener (und farblos) ausfallen.
  • Nutzerfreundlichkeit: Nicht jeder, der gern mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist automatisch auch ein Technik-Freak. Gerade wenn du dich nicht wirklich für technische Gadgets begeistern kannst, sollte die Nutzerfreundlichkeit beziehungsweise eine einfache Bedienung vom Fahrradnavi im Zentrum deiner Kaufentscheidung stehen. Modelle mit großem Display sind immer öfter mit einer modernen Touch-Bedienung ausgestattet. Diese hat natürlich ihren Preis. Die meisten anderen Geräte werden(mehr oder weniger intuitiv) über Knöpfe bedient. Wenn du dich erst einmal hinein gefuchst hast, ist die Bedienung der meisten Fahrradnavis kein Problem.
  • Verarbeitung: Auch wenn du nicht unbedingt beabsichtigst, befestigte Wege zu verlassen, sollte dein Fahrradnavi eine gewisse „Grund-Stabilität“ mit sich bringen. Man weiß schließlich nie, wohin einen das Abenteuer führt. Wenn du auf der Suche nach einem robusten Fahrradnavi mit guter Verarbeitung bist, solltest du vor allem auf diese beiden Begriffe achten: stoßfest und wasserfest. Letzteres wird häufig gern abgewandelt, beispielsweise in „spritzwassergeschützt“ oder auch „strahlwassergeschützt“. Falls du in einen spontanen Regenguss kommst, sollte dein Fahrradnavi auf jeden Fall ausreichend vor Nässe geschützt sein.

Lesetipp: Die 5 häufigsten Fehler beim Kauf eines Fahrrad-Navis

Was kostet ein gutes Fahrradnavi?

Die gute Nachricht gleich vorweg: Es gibt Fahrradnavis und Fahrradcomputer in nahezu allen Preisklassen – von etwa 100 bis 150 Euro bis rauf auf rund 400 Euro. Die schlechte Nachricht: Je mehr du von deinem Navigationsgerät erwartest, desto mehr Geld musst du ausgeben. Doch auch hier lohnt es sich immer, zu vergleichen und unterschiedliche Geräte gegenüberzustellen. Während meiner Praxistest stelle ich beispielsweise immer wieder fest, dass Garmin zwar stets Geräte mit erstaunlich großem Funktionsumfang auf den Markt bringt, die deutlich abgespeckten Modelle von Teasi aber durchaus mithalten können, wenn es um den grundlegenden Nutzen eines Fahrradnavis geht. Oder anders formuliert: Es muss nicht immer zwangsläufig das teuerste Modell sein. Gerade, wenn du noch Anfänger bist und wenig bis gar keine Erfahrungen mit Fahrradnavis hast, ist es empfehlenswert, sich erst einmal an die Materie heranzutasten und ein preiswerteres Modell zu kaufen. Wenn du merkst, dass deine Ansprüche immer weiter steigen und nicht mehr vom bisherigen Fahrradnavi befriedigt werden, kannst du dir immer noch ein hochwertigeres kaufen.

Noch Fragen? Wende dich gern an mich! Ich bin da, um dir dabei zu helfen, das perfekte Fahrradnavi für deine Bedürfnisse zu finden.

Lesestoff

Falls das Wetter mal nicht zum radeln einläd, kann man auch einfach mal darüber lesen und die nächste Tour planen 🙂

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